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Letztes Update: 2.12.2021

ÖHG Newsletter, 2.12.2021

Covid-19 Impfung: Empfehlungen für Schwangere

Liebe Hebamme,

wir möchten Sie mit diesem Newsletter an die aktuellen österreichischen Covid-19 Impfempfehlungen erinnern.

Hebammen dürfen und sollen sehr wohl im Sinne der offiziellen österreichischen Empfehlungen zu Impfungen beraten. Abweichende Beratungsinhalte dürfen keinesfalls ideologisch begründet sein und es müssen dafür eindeutige wissenschaftliche Belege vorhanden sein. Impfempfehlungen werden in Österreich vom Nationalen Impfgremium und den medizinischen Fachgesellschaften formuliert und verabschiedet.

Häufig wird in der Praxis die Beratung mit der Impfaufklärung verwechselt. Die Aufklärung obliegt der Ärzt:in, welche die Impfung verabreicht.

Wir wissen heute, dass eine Covid-19 Infektion in der Schwangerschaft zwar zum Glück häufig milde verläuft, aber auch, dass Schwangere ein höheres Risiko schwerer Verläufe mit der Notwendigkeit intensivmedizinischer Versorgung haben und auch ein erhöhtes Risiko für eine medizinisch indizierte vorzeitige Entbindung.

Daher ist es im Sinne des Schutzes der schwangeren Frau und des ungeborenen Kindes, dass Sie als Hebamme die Frauen entsprechend der aktuellen Empfehlungen zur Covid-19 Impfung beraten.

Wir haben hier die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst:

• Zahlreiche internationale Fachgesellschaften (CDC, ACOG, RCOG, STIKO u.a.) empfehlen daher die COVID-19-Impfungen in der Schwangerschaft.

• Zu mRNA-Impfstoffen wurden auch bereits Daten publiziert. Über die Wahl des Impfstoffes entscheidet die Impfärzt:in. Es wird jedoch bevorzugt die Verwendung von Comirnaty empfohlen, da hier die umfangreichsten Daten vorliegen. Es handelt sich bei der Impfung in der Schwangerschaft noch um eine off-label-Anwendung, was für die aufklärende Ärzt:in eine besondere Dokumentationspflicht bedeutet.

• Schwangeren Frauen, welche aufgrund ihrer bereits bestehenden Erkrankungen zu einer Risikogruppe zählen, ist eine Impfung insbesondere während der Schwangerschaft zu empfehlen.

• Die Impfung bei Schwangeren (1. und 2. Impfung) gegen COVID-19 sollen demnach im 2. oder 3. Trimenon vorgenommen werden.

• Sollte der Zeitpunkt für eine 3. Impfung gemäß den Empfehlungen für weitere Impfungen in die Zeit der Schwangerschaft fallen, wird die Durchführung bevorzugt im 3. Trimenon empfohlen.

• Ist während der Schwangerschaft keine COVID-19 Impfung erfolgt, wird empfohlen, diese ehestmöglich im Wochenbett nachzuholen. Dies gilt auch, wenn die Frau stillt.

Quellen:

Dr. Petra Pateisky, Univ. Prof. Dr. Herbert Kiss, MBA: Stellungnahme der OEGGG zum Thema COVID-19 Impfung für Frauen mit Kinderwunsch, Schwangere und stillende Frauen; Version vom 14.092021 abgerufen am 01.12.2012 LINK zum Artikel auf der Webseite der ÖGGG

Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz: COVID- 19-Impfungen: Anwendungsempfehlungen des Nationalen Impfgremiums; Stand: 22.11.2021 abgerufen am 01.12.2021 LINK zum Beitrag auf der Webseite des Sozialministeriums

Wir wissen, dass der Großteil der österreichischen Hebammen in diesem Sinne die ihnen anvertrauten Frauen berät und begleitet. Es erreichen das ÖHG jedoch nach wie vor Beschwerden über Hebammen, die nicht gemäß der nationalen Empfehlungen beraten und sogar mit teilweise sehr unwissenschaftlichen und ideologisch geprägten Argumenten den Frauen von der Covid-19 Impfung dezidiert abraten. Das ÖHG ist verpflichtet, diesen Beschwerden auch nachzugehen. Wir möchten Sie daher dringend darauf hinweisen, dass auch wir Hebammen in diesem Sinne verpflichtet sind, unseren Anteil als professioneller Berufsstand zum baldigen Ende dieser Pandemie beizutragen.

Wir werden Sie außerdem weiterhin laufend über neue Empfehlungen und Verordnungen informieren.

Rückfragen bitte an infocorona@hebammen.at

Mit besten Grüßen

Das Präsidium

des Österreichischen Hebammengremiums


ÖHG Newsletter, 22.11.2021:

Lockdown ab heute - Informationen für die Berufsausübung der Hebamme

Seit heute befindet sich ganz Österreich wieder im sogenannten Lockdown. Für unsere Hebammentätigkeit ändert sich dadurch bis auf weiteres nichts. Wir informieren Sie weiterhin so rasch wie möglich per ÖHG Newsletter über alle Änderungen von Maßnahmen.

Als Rahmen für unsere Tätigkeit als Hebamme gilt nach wie vor die am 1. November in Kraft getretene 3. COVID-19-Maßnahmenverordnung (MV). Dazu haben wir am 2.11. einen ÖHG Newsletter verschickt. Diesen können Sie hier im Newsletter Archiv des Hebammenportals downloaden bzw. nachlesen.

Die aktuelle Maßnahmenverordnung in Kürze für Sie zusammengefasst:

Hebammen gelten als Leistungserbringer*innen von Gesundheitsdienstleistungen und müssen daher bei der Erbringung der Gesundheitsdienstleistung in geschlossenen Räumen folgende zwei Auflagen erfüllen:

1. einen gültigen 2,5G-Nachweis (geimpft, genesen oder negativ PCR-getestet) erbringen

und gleichzeitig

2. durchgehend eine FFP2 Maske tragen.

Die Gültigkeitsdauer der jeweiligen Nachweisformen (kann in einigen Bundesländern verkürzt sein) ist unbedingt zu beachten. Eine Überschreitung dieser ist nicht zulässig.

Für Patient*innen und Klient*innen gilt die 3G Regel nicht. Es ist jedoch zu beachten, dass gemäß §11 (2) Patienten, Besucher und Begleitpersonen Orte, an denen Gesundheitsdienstleistungen erbracht werden, nur betreten dürfen, wenn sie in geschlossenen Räumen eine Maske tragen.

Für Schwangere ist das Tragen eines einfachen Mund-Nasen Schutzes ausreichend.

SCHUTZMATERIAL BEKOMMEN SIE NACH WIE VOR IN IHRER LANDESGESCHÄFTSSTELLE!

Für Geburtsvorbereitungskurse und andere Kurse gilt nach wie vor die Informationen des ÖHG Newsletters vom 19.1.2021! Diesen Newsletter finden Sie ebenfalls hier im Newsletter Archiv des Hebammenportals.

Geburtsvorbereitungskurse sind als Gesundheits- und Pflegedienstleistungen nach § 5 der aktuell gültigen 2. COVID-19- Notmaßnahmenverordnung erlaubt.

Folgende Regelungen gelten hierfür:

· Gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ist ein Abstand von mindestens zwei Metern einzuhalten.

· Kund*innen haben eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende und eng anliegende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen.

· Der/die Betreiber*in hat sicherzustellen, dass er/sie und seine/ihre Mitarbeiter*innen bei Kund*innenkontakt eine FFP2 Maske tragen, sofern zwischen den Personen keine sonstige geeignete Schutzvorrichtung zur räumlichen Trennung vorhanden ist, die das gleiche Schutzniveau gewährleistet.

Rückfragen bitte an Ihre zuständige Landesgeschäftsstelle oder an infocorona@hebammen.at


ÖHG Newsletter, 2.11.2021:

3. COVID-19-Maßnahmenverordnung betrifft auch die Tätigkeit der Hebammen

Die gestern in Kraft getretene 3. COVID-19-Maßnahmenverordnung (MV) betrifft auch die Tätigkeit der Hebammen. 

Hier finden Sie die entsprechenden rechtlichen Informationen auf der Webseite des Sozialministeriums. 

Hebammen gelten als Leistungserbringer*innen von Gesundheitsdienstleistungen und daher gilt für Hebammen ab 1. November 2021 gemäß § 11 Abs. 3 iVm § 10 Abs. 3 der 3.COVID-19-MV die Verpflichtung, einen Nachweis über eine geringe epidemiologische Gefahr iSd. § 1 Abs. 2 zu erbringen, samt gleichzeitig geltender Maskenpflicht.

Bei der Erbringung der Gesundheitsdienstleistung in geschlossenen Räumen müssen Sie als Hebamme also gemäß der 3. COVID-19-MV folgende zwei Auflagen erfüllen:

1. ein gültiger 3 G-Nachweis (gem. § 1 Abs. 2 3. COVID-19-MV) 

und gleichzeitig 

2. durchgehendes Tragen einer den Mund- und Nasenbereich abdeckenden und enganliegenden mechanischen Schutzvorrichtung (FFP2 Masken) in geschlossenen Räumen.

Die Gültigkeitsdauer der jeweiligen Nachweisformen (kann in einigen Bundesländern verkürzt sein) ist unbedingt zu beachten. Eine Überschreitung dieser ist nicht zulässig. 

Bitte beachten Sie weiters, dass es jederzeit zur Verschärfung der 3 G Regel kommen kann. Wie in den Medien kolportiert, wird bereits ab 8.11.2021 die 2,5 G Regel gelten. Das bedeutet, dass für Personen, die nicht geimpft sind und keinen gültigen Antikörpernachweis haben, nur mehr ein PCR Test als Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr zulässig ist.

Als Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr gemäß § 1 Abs. 2 der 3. COVID-19-MV gilt ab 1. November 2021 folgender Nachweis:

1. "1G-Nachweis" (geimpft): Nachweis über eine mit einem zentral zugelassenen Impfstoff gegen COVID-19 erfolgte 

a) Zweitimpfung, wobei diese nicht länger als 360 Tage zurückliegen darf und zwischen der Erst- und Zweitimpfung mindestens 14 Tage verstrichen sein müssen,

b) Impfung ab dem 22. Tag nach der Impfung bei Impfstoffen, bei denen nur eine Impfung vorgesehen ist, wobei diese nicht länger als 270 Tage zurückliegen darf,

c) Impfung, sofern mindestens 21 Tage vor der Impfung ein positiver molekularbiologischer Test auf SARS-CoV-2 bzw. vor der Impfung ein Nachweis über neutralisierende Antikörper vorlag, wobei die Impfung nicht länger als 360 Tage zurückliegen darf, oder

d) weitere Impfung, wobei diese nicht länger als 360 Tage zurückliegen darf und zwischen dieser und einer Impfung im Sinne der

aa) lit. a oder c mindestens 120 Tage oder

bb) lit. b mindestens 14 Tage

verstrichen sein müssen;

2. "2G-Nachweis" (geimpft oder genesen): Nachweis gemäß Z 1 oder ein

a) Genesungsnachweis über eine in den letzten 180 Tagen überstandene Infektion mit SARS-CoV-2 oder eine ärztliche Bestätigung über eine in den letzten 180 Tagen überstandene Infektion mit SARS-CoV-2, die molekularbiologisch bestätigt wurde, oder

b) Absonderungsbescheid, wenn dieser für eine in den letzten 180 Tagen vor der vorgesehenen Testung nachweislich mit SARS-CoV-2 infizierte Person ausgestellt wurde;

3. „2,5G-Nachweis“ (geimpft, genesen oder negativ PCR-getestet): Nachweis gemäß Z 1 oder 2 oder ein Nachweis einer befugten Stelle über ein negatives Ergebnis eines molekularbiologischen Tests auf SARS-CoV-2, dessen Abnahme nicht mehr als 72 Stunden zurückliegen darf;

4. „3G-Nachweis“ (geimpft, genesen oder negativ getestet): Nachweis gemäß Z 1 bis 3 oder ein Nachweis

a) einer befugten Stelle über ein negatives Ergebnis eines Antigentests auf SARS-CoV-2, dessen Abnahme nicht mehr als 24 Stunden zurückliegen darf,

b) über ein negatives Ergebnis eines SARS-CoV-2-Antigentests zur Eigenanwendung, der in einem behördlichen Datenverarbeitungssystem erfasst wird und dessen Abnahme nicht mehr als 24 Stunden zurückliegen darf,

c) über neutralisierende Antikörper, der nicht älter als 90 Tage ist, oder

d) gemäß § 4 Z 1 der COVID-19-Schulverordnung 2021/22 (C-SchVO 2021/22), BGBl. II Nr. 374/2021, (Corona-Testpass)


Für Patient*innen und Klient*innen gilt die 3G Regel nicht. Es ist jedoch zu beachten, dass gemäß §11 (2) Patienten, Besucher und Begleitpersonen Orte, an denen Gesundheitsdienstleistungen erbracht werden, nur betreten dürfen, wenn sie in geschlossenen Räumen eine Maske tragen.

Für Schwangere ist das Tragen eines einfachen Mund-Nasen Schutzes ausreichend.

Rückfragen bitte an Ihre zuständige Landesgeschäftsstelle oder an infocorona@hebammen.at


Update 6.7.2021:

MKP-Beratungsgespräche müssen wieder zwischen 18. und 22. SSW erfolgen

Die ÖGK hat uns informiert, dass Mutter-Kind-Pass Beratungsgespräche wieder in der dafür vorgesehenen Zeit zwischen 18. und 22. SSW zu erfolgen haben und dass sie wieder persönlich durchgeführt werden müssen.

Die Möglichkeit der telemedizinischen und/oder telefonischen Betreuung vor und nach der Geburt bleiben vorerst noch aufrecht.

Während der Corona Pandemie hatte die ÖGK akzeptiert, dass MKP-Hebammen-Beratungen bis zum Geburtstermin durchgeführt und mit der ÖGK abgerechnet werden können. Diese Corona Ausnahmeregelung endet nun. 

Jedoch gilt noch bis 31.7.: Die Beratungen, die aufgrund der Pandemie während der entsprechenden Frist nicht durchgeführt werden konnten, in der Folge jedoch nachgeholt werden/wurden, können kulanter Weise noch bis 31.07.2021 mit der ÖGK verrechnet werden.

Das Schreiben der ÖGK können Sie hier im Hebammenportal nachlesen.

Bitte beachten Sie die neuen Corona Regelungen, die ab 1.7.2021 gelten, nachzulesen auf der Webseite des Sozialministeriums:

https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Coronavirus---Aktuelle-Maßnahmen.html#corona-regelungen-ab-1-juli

Die wichtigsten Regeln in aller Kürze:

Die 3-G-Regel ist der Dreh- und Angelpunkt für die weitere Sicherheit.

Die 3-G-Regel gilt weiterhin in der Betreuung von Familien.

Für ungeimpfte Hebammen bleibt die wöchentliche Testung (Antigen-Test oder PCR-Test) aufrecht.

Bei Gesundheitsdienstleistungen (Hausbesuche, Beratungsgespräche,…) besteht trotz 3-G-Regel eine Verpflichtung von Mund-Nasen-Schutz.

Kurse können mit der Voraussetzung von 3-G durchgeführt werden, es gibt keine Abstandsregelung mehr.


Update 18.5.2021:

Das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz hat neue Informationen veröffentlicht:

Empfehlungen zu Schutzmaßnahmen und Besuchsregelungen in der Geburtshilfe

Sie können dieses Dokument des Ministeriums hier im Hebammenportal downloaden.  

Handlungsempfehlung für niedergelassene nichtärztliche Gesundheitsberufe - Coronavirus SARS-CoV-2 (COVID-19) 

Sie können dieses Dokument des Ministeriums hier im Hebammenportal downloaden. 


ÖHG-Newsletter vom 25.1.2021

Ab heute: Maskenpflicht, Testpflicht, Mindestabstand

Ab Montag, 25.1.2021, gelten neue Bestimmungen im Umgang mit der Corona Pandemie, die auch uns Hebammen betreffen:

Hebammen müssen sich ab heute wöchentlich testen lassen. In allen Bundesländern wurden Teststationen eingerichtet, wo Sie kostenlos einen AG Test durchführen lassen können. 

Als Angehörige eines Gesundheitsberufs müssen Sie jedoch trotz negativen Testergebnisses und bereits erfolgter Impfung gegen Covid-19 eine FFP2 Maske tragen. (Quelle: Coronavirus - Aktuelle Maßnahmen (sozialministerium.at))

Sollten Sie Geburtsvorbereitungskurse durchführen, so ist außerdem darauf zu achten, den vorgeschriebenen Mindestabstand von 2 Metern zwischen haushaltsfremden Personen einzuhalten. Die Hebamme und ggf. der anwesende Partner / die Partnerin haben während der Veranstaltung durchgängig eine FFP2 Maske zu tragen. Für die Schwangere ist ein eng anliegender, den Mund- und Nasenbereich abdeckender Schutz ausreichend. Ein Präventions– und Hygienekonzept sollte in schriftlicher Form vorliegen.

Dasselbe Vorgehen gilt für Rückbildungskurse.

Weiters möchten wir Sie darüber informieren, dass nach Einschätzung des Covid-19-Krisenstabes im Gesundheitsministerium die Leitung von Stillgruppen und Babymassage Kurse als Dienstleistungen zu Aus- und Fortbildungszwecken anzusehen sind und daher jeweils nur gegenüber einer Person oder Personen aus demselben Haushalt erbracht werden dürfen. 

Wenn Sie dazu Fragen haben, dann schicken Sie uns bitte ein E-Mail an: infocorona@hebammen.at 


Frühere Informationen finden Sie im Newsletter Archiv hier im Hebammenportal. 

Video: "Highlights vom Hebammenkongress 2022 in Linz"
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