Information über die Fortbildungsverpflichtung der Hebammen in Österreich

Hebammengesetz BGBl Nr. 310/1994

§ 37 (1) Zur Vertiefung der in der Ausbildung erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten und zur Information über die neuesten Entwicklungen und Erkenntnisse der Hebammenkunde sowie der medizinischen Wissenschaft sind Personen, die gemäß § 10 zur Ausübung des Hebammenberufes berechtigt sind, verpflichtet, in Abständen von fünf Jahren Fortbildungskurse im Ausmaß von fünf Tagen zu besuchen. Der Besuch eines Fortbildungskurses ist weiters nach einer mehr als zweijährigen Berufsunterbrechung verpflichtend.

Die Stabstelle Fortbildung ist zentral für ganz Österreich mit der Anerkennung und Bewertung von Fortbildungen betraut. Die Bewertung erfolgt über ein Punktesystem, wobei 150 Punkte fünf Tagen bzw. 37.5 Stunden entsprechen. 45 Minuten Vortrag entsprechen 3 Fortbildungspunkten.

Im Sinne der Qualitätssicherung werden seit 2020 ausschließlich Fortbildungen aus dem Bereich der Kernkompetenzen der Hebamme angerechnet.

Fortbildungen, die nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, können vom ÖHG nicht anerkannt werden. (Nähere Informationen entnehmen sie bitte dem untenstehenden Link)

Jede Hebamme ist selbst dafür verantwortlich, die Erreichung ihrer Fortbildungspflicht zu kontrollieren, das heißt, dass es ihrer Eigenverantwortung liegt.

Die Nichterfüllung der Fortbildungspflicht kann folgende Auswirkungen haben:

·          Die Vertrauenswürdigkeit lt. § 10 Z 2 Heb.Ges. ist nicht gegeben

·          Im Schadensfall kann es zu nachteiligen Folgen kommen

·          Die Versicherung kann die Zahlung verweigern

·          Das Österreichische Hebammengremium hat die Berufsberechtigung zu entziehen, wenn eine der Voraussetzungen zur Berufsausübung gemäß § 10 Z1 bis 5 wegfallen

FortbiLDungspunktesystem neu

Kontakt:

ÖHG-Fortbildungsreferat: Christina Kulle, BSc, E-Mail: fortbildungsreferat@hebammen.at


Mit dem Link kommen Sie zum Download des PDF "Fortbildungspunktesystem" des ÖHG. 

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